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Türkei droht Griechenland und Zypern – Deutsche Medien schweigen

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Neoliberale Heuchelei

Während über die Drohungen Erdogans die Flüchtlingskrise betreffend selbstverständlich berichtet wird, werden ganz andere Drohungen komplett bei Seite gelassen. Mann stelle sich vor Erdogan und Cavusoglou stellen offiziell die Republik Zypern, ihre Flagge, die Zugehörigkeit von 18 griechischen Inseln und Westthrakien in Frage. Erst gestern sagte Cavusoglu: „Die Imia Inseln gehören der Türkei“. Sie sprechen von Gebieten die eigentlich der Türkei gehören würden. Der Vertrag von Lausanne wird ebenfalls in Frage gestellt. Eine Lösung Zyperns mit Abzug der türkischen Besatzungstruppen wird blockiert. Genau das passiert aktuell.

Zusätzlich finden in Griechenland fast täglich Grenzverletzungen zu Luft wie zu See durch das türkische Militär statt. Dabei fliegen türkische Kampfjets oftmals auch über bewohnte griechische Inseln wie zum Beispiel Agathonisi. Die türkischen Kampfjets, Hubschrauber, Fregatten und sonstigen Schiffe werden, wie es das internationale Recht verlangt, abgeschirmt und „nach draußen gebeten“.

Dabei liefern sie sich nicht selten gefährliche sogenannte „Dogfights“ die von den türkischen provoziert werden. Eine Ausrede gibt es nicht. Spätestens seit die NATO Flotte im griechisch – türkischen Grenzgebiet aufgrund der Flüchtlingskrise aufläuft, waren alle in der Lage sich selbst ein Bild davon zu machen. Unter anderem war auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leihen nach Einladung des griechischen Verteidigungsministers Panos Kammenos vor Ort.

Die Frage ist welches Interesse die deutschen und andere internationale Medien daran haben dieses besonders aktuell brandgefährliche Spiel seitens der Türken nicht aufzugreifen.

Von griechischer Seite aus wurde deutlich gemacht dass man eine solche Haltung Seitens der Türkei nicht akzeptieren würde. Sowohl der Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos, sowie Tsipras, Kammenos und viele andere, ließen keine Drohung unbeantwortet. Pavlopoulos kritisierte auch die europäischen Partner welche zu dem Thema schweigen würden anstatt sich geschlossen hinter denjenigen zu stellen, der das Recht an seiner Seite hat.

In Griechenland hält man aufgrund der momentan fast täglichen Drohungen seitens der Türkei eine Provokation wie 1996 bei den Imia Inseln nicht für ausgeschlossen.

Dabei muss auch erwähnt werden, dass die Türkei das internationale Seerecht nicht anerkennt. Fast alle Länder der Erde tun dies. Das hindert Griechenland daran sein Hoheitsgebiet von derzeit 6 auf 12 Seemeilen auszuweiten so wie es das internationale Seerecht vorsieht. Zudem blockiert die Türkei Griechenland dabei die AWZ (ausschließliche Wirtschaftszone) festzulegen. Während die Vereinbarung mit Ägypten und Zypern demnächst unter Dach und Fach sein wird, wird sich in der Türkei wohl ohne diplomatischen Druck von Außen vorerst nichts ändern und ist Angesichts des milden Umgangs der internationalen Gemeinschaft mit der Türkei momentan noch in weiter Ferne.

Solange die Neoliberalen in Europa jeden Konfrontationskurs mit der Türkei scheuen wird Griechenland auf sich alleine gestellt sein. Auch im Hinblick auf die Flüchtlingsvereinbarung der EU mit der Türkei, welche einzig und allein von Griechenland in vollem Maße eingehalten wird.

 

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